ARCHIV EINER ZEITSCHRIFTLITERATUR MIT EIGENSINN. UND EIN BISSCHEN UNFUG.
EXOT
AUS DER REDAKTION

Literaturzeitschriften, Portale und Verlage

Was die EXOT-Redaktion selbst gelesen hat: die Linkliste der Zeitschrift, unverändert übernommen.

Kleine Literaturzeitschriften leben von ihrem Umfeld. Sie tauschen Autorinnen und Autoren, sie besprechen sich gegenseitig, sie stehen auf denselben Festivals nebeneinander auf dem Tisch. Die Linkliste von EXOT war deshalb weniger ein Verzeichnis als eine Nachbarschaftskarte – und sie ist heute ein brauchbares Bild davon, wie die deutschsprachige Szene für komische und junge Literatur um 2010 aussah.

Ein Teil dieser Adressen ist inzwischen verwaist; das gehört zum Gegenstand. Die Einträge stehen hier so, wie die Redaktion sie hinterlassen hat. Eine Rubrik der ursprünglichen Liste ist nicht übernommen: Sie sammelte Adressen, über die sich das Heft lustig machte, und diese Pointe trägt ohne ihren damaligen Zusammenhang nicht mehr.

Absurde Tuschezeichnung: die Figuren ziehen durch eine Stadt aus Büchern, über eine Brücke aus Buchrücken. AI-generiertes Bildmotiv.
ORIGINALE AI-ILLUSTRATION · DIE NACHBARSCHAFT

Was aus dieser Nachbarschaft geworden ist

Ein Teil dieser Zeitschriften erscheint bis heute, ein größerer Teil nicht mehr. Das ist kein Zeichen von Scheitern, sondern die übliche Halbwertszeit: Kleine Literaturzeitschriften entstehen um eine Gruppe herum und enden, wenn diese Gruppe sich verteilt. EXOT selbst hat es auf zehn Jahre und neunzehn Ausgaben gebracht, was in dieser Umgebung eine lange Zeit ist.

Auffällig ist, wie stark sich die Liste zwischen Print und Bühne bewegt. Neben den Zeitschriften stehen Poetry-Slam-Portale, der Rundbrief der Berliner Lesebühnen und Verlage, die aus der Szene heraus gegründet wurden. Genau dort lag auch EXOT: ein gedrucktes Heft, gemacht von Leuten, die ihre Texte sonst vortrugen.

Die Verlage in dieser Liste sind keine zufällige Auswahl. Lektora, mairisch, Voland & Quist und Der gesunde Menschenversand sind aus derselben Bühnenszene hervorgegangen wie die Zeitschrift selbst – sie druckten, was vorher vorgetragen wurde. Mit dem Satyr Verlag, der ab 2012 dazukam, ist einer davon auch EXOT-Verlag geworden.

NOCH FRAGEN?

Häufige Fragen

Woher stammt diese Liste?

Von der Linkseite der EXOT-Redaktion. Sie verzeichnete, was im eigenen Umfeld gelesen und geschätzt wurde: Zeitschriften, Portale, Verlage und Adressen rund um komische Kunst.

Sind alle Adressen noch erreichbar?

Nein. Die Liste stammt aus der Zeit der Zeitschrift, und ein Teil der Projekte hat seither aufgehört oder ist umgezogen. Die Einträge sind unverändert übernommen.

Fehlt etwas gegenüber dem Original?

Eine Rubrik ist nicht übernommen worden. Sie sammelte Adressen, über die sich die Redaktion lustig machte; ohne den damaligen Zusammenhang wäre eine solche Sammlung von Verweisen missverständlich.

Gibt es die meisten dieser Zeitschriften noch?

Einige ja, etliche nicht mehr. Kleine Literaturzeitschriften halten selten zwei Jahrzehnte durch – EXOT selbst hat es auf zehn Jahre gebracht.

Warum steht der Satyr Verlag hier?

Weil EXOT ab 2012 in Kooperation mit ihm erschien. Die Ausgaben ab Heft 13 tragen seine ISBN.

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EXOT / LESEZIMMER

ENDE. ABER NICHT SCHLUSS.

Was hier steht – und was nicht.

Diese Seiten dokumentieren die Literaturzeitschrift EXOT, die von 2005 bis 2015 in 19 Ausgaben erschien. Sie werden weder von der ehemaligen Redaktion noch von einem der beteiligten Verlage betrieben. Rechte an den historischen Texten und Illustrationen liegen bei den jeweiligen Urheberinnen und Urhebern.

Die drei Lesestücke im Lesezimmer sind Originaltexte dieses Archivs, keine historischen EXOT-Beiträge. Die Bildmotive sind AI-generiert. Suche, Filter und Merkliste funktionieren lokal; es werden keine Anmeldungen oder Bestellungen entgegengenommen.